Zum Inhalt springen
BootMietenKrk

Wetter und Wind im Kvarner: Wann ist ein guter Bootstag?

Der Kvarner zwischen Rijeka, Krk, Cres, Lošinj und Rab ist eines der schönsten Bootsreviere der Adria: viele Inseln auf kurzer Strecke, klares Wasser und Buchten, die man nur vom Meer aus erreicht. Das Wetter ist im Sommer meist freundlich, aber drei Winde sollten Sie kennen, bevor Sie ablegen. Hier steht, was sie bedeuten und wie Sie einen guten Tag erkennen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Im Sommer ist der Vormittag meist die ruhigste Zeit auf dem Wasser. Nachmittags frischt oft der Maestral aus Nordwest auf.
  • Bura (Nordost) kann plötzlich und in heftigen Böen kommen. Bei Bura-Warnung bleibt das Boot im Hafen.
  • Jugo (Südost) baut über Stunden Wellen auf, oft mit Wolken und Regen. Lange offene Strecken lieber meiden.
  • Schauen Sie am Abend vorher und am Morgen in die Seewetterprognose (DHMZ, meteo.hr) und fragen Sie den Vermieter. Er kennt sein Revier.
  • Notruf auf See: Telefon 195 oder UKW-Kanal 16. Den Euro-Notruf 112 erreichen Sie auch von unterwegs.

Bura: der kalte Fallwind aus Nordost

Die Bura ist der bekannteste Wind des Kvarner. Sie fällt kalt und trocken von den Bergen des Velebit und des Gorski Kotar auf das Meer und weht in Böen, die viel stärker sind als der mittlere Wind. Am stärksten ist sie im Vinodol- und im Velebit-Kanal, also an der Ostküste von Krk (Šilo, Vrbnik) und zwischen Krk und Rab. Im Winter ist sie häufiger, sie kann aber auch im Sommer für einen oder zwei Tage kommen.

Typisch für die Bura: klarer Himmel, sehr gute Sicht, Wolkenkappen auf den Bergen des Festlands und Gischtstreifen auf dem Wasser. Weil sie vom Land kommt, sieht das Meer in Ufernähe oft ruhig aus, während draußen kräftige Böen stehen. Lassen Sie sich davon nicht täuschen.

Für Ihren Bootstag heißt das: Bei angekündigter Bura fahren Sie nicht raus. Wenn sie unterwegs einsetzt, suchen Sie den nächsten geschützten Hafen auf, fahren langsam gegen die Wellen und halten Abstand zu Felsküsten. Die Westseite von Krk um Malinska und Njivice liegt im Windschatten, doch auch dort kommen Böen bis aufs Wasser.

Jugo: warm, feucht und mit Welle aus Südost

Der Jugo ist das Gegenteil der Bura: warm, feucht, oft bewölkt, manchmal mit Regen. Er beginnt meist schwach und nimmt über Stunden oder Tage zu. Weil er über das offene Meer weht, baut er eine lange, hohe Welle auf, die besonders an Süd- und Ostküsten anrollt, etwa bei Baška und vor der Einfahrt in die Bucht von Punat.

Erkennen können Sie ihn an diesiger Sicht, schwülem Wetter und einer Dünung aus Südost, die stärker wird. Im Sommer ist der Jugo seltener, im Frühjahr und Herbst häufiger.

Für Ihren Bootstag heißt das: Bleiben Sie bei Jugo in geschützten Buchten auf der Nordwestseite der Inseln und meiden Sie lange Überfahrten, etwa nach Rab oder über das offene Wasser des Kvarner. Kleine Boote spüren die Welle schnell.

Maestral: die Sommerbrise am Nachmittag

An klaren Sommertagen setzt gegen Mittag eine Brise aus Nordwest ein, der Maestral. Er entsteht, weil sich das Land schneller erwärmt als das Meer, und ist ein Schönwetterzeichen. Meist ist er mäßig, bringt aber am Nachmittag kurze Wellen mit sich und flaut am Abend wieder ab.

Morgens weht manchmal schwach der Burin vom Land, ein leichter Wind aus Nordost, der bald einschläft. Das ist die ruhigste Zeit des Tages.

Für Ihren Bootstag heißt das: Planen Sie längere Strecken für den Vormittag, etwa die Fahrt nach Plavnik oder Cres, und kommen Sie am Nachmittag mit dem Wind zurück oder bleiben Sie in Ufernähe. Ein halber Tag am Vormittag ist im Hochsommer oft der ruhigste.

Gewitter im Sommer

Nach heißen Tagen können sich im Hochsommer, vor allem am Nachmittag und Abend, Gewitter bilden. Sie kommen oft schnell, bringen starke Böen aus wechselnden Richtungen und ziehen meist nach einer halben bis einer Stunde ab.

Achten Sie auf hohe Quellwolken über dem Festland und auf Warnungen in der Vorhersage. Sehen Sie ein Gewitter kommen, fahren Sie in den nächsten Hafen oder eine geschützte Bucht, bevor es da ist.

Die Vorhersage lesen

Die beste Quelle für die Küste ist der kroatische Wetterdienst. Gute Ergänzungen:

  • DHMZ, meteo.hr: Seewetterbericht (Pomorska prognoza) für die nördliche Adria, mit Windrichtung, Windstärke und Warnungen. Gibt es auch auf Englisch.
  • Aladin-Karten auf meteo.hr: Windkarten für die nächsten Tage, gut, um Bura und Jugo früh zu erkennen.
  • Windy oder ähnliche Apps: anschaulich, aber für lokale Böen weniger genau. Achten Sie auf die Böen, nicht nur auf den mittleren Wind.
  • Der Vermieter: Er sieht jeden Tag, wie sich das Wetter in seinem Revier verhält, und sagt Ihnen ehrlich, ob es ein guter Tag ist.

Wie viel Wind ist zu viel?

Als grobe Richtschnur für kleine und mittlere Motorboote mit wenig Erfahrung: Bis etwa 3 Beaufort (bis rund 10 Knoten) ist es entspannt, bei 4 Beaufort wird es ruppig und nass, ab 5 Beaufort (ab rund 17 Knoten) und bei jeder Bura- oder Gewitterwarnung bleiben Sie im Hafen. Böen zählen mehr als der Mittelwind.

Wenn der Vermieter rät, nicht hinauszufahren, hören Sie auf ihn. Bei Bura oder Sturmwarnung bekommen Sie bei uns in der Regel einen anderen Tag oder zahlen nichts; hat ein Vermieter eigene Bedingungen, stehen sie beim Boot.

Die beste Zeit für einen Bootstag

Grobe Werte für die Wassertemperatur im Kvarner, je nach Jahr verschieden:

  • Mai: um 18 °C, oft ruhig, wenig Betrieb in den Buchten.
  • Juni: um 22 °C, lange Tage, angenehme Temperaturen.
  • Juli und August: 24 bis 26 °C, das wärmste Wasser, aber auch die vollsten Buchten. Früh losfahren lohnt sich.
  • September: um 23 °C, oft das schönste Wetter des Jahres, ruhigere Buchten.
  • Oktober: um 19 °C, frischer, häufiger Wechsel zwischen Bura und Jugo.

Sicher unterwegs: eine kurze Checkliste

  • Wetter am Abend vorher und am Morgen prüfen, beim Vermieter nachfragen.
  • Jemandem an Land sagen, wohin Sie fahren und wann Sie zurück sein wollen.
  • Genug Benzin für Hin- und Rückweg plus Reserve: Tankstellen für Boote gibt es nicht in jedem Hafen.
  • Wasser, Sonnenschutz, Kopfbedeckung und eine Jacke für die Rückfahrt mitnehmen.
  • Schwimmwesten an Bord zeigen lassen, Kinder tragen sie während der Fahrt.
  • Mindestens 50 Meter Abstand zu Badegästen und gekennzeichneten Badezonen halten, in Häfen und Buchten langsam fahren.
  • Telefon geladen und wasserdicht verpackt. Notruf auf See: 195 oder UKW-Kanal 16.

Stand: November 2026. Allgemeine Hinweise, keine Wettervorhersage: Entscheidend sind die aktuelle Seewetterprognose und der Rat des Vermieters.

Wetter und Wind im Kvarner: Wann ist ein guter Bootstag? | BootMieten Krk